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Bunte Jogginghosen-Zeit ist nun Geschichte - Allianz Schwarz sponsert Bekleidung für Kinderfeuerwehr

Acht Mädchen und Jungen gehören gegenwärtig der Kinderfeuerwehr im Halberstädter Ortsteil Emersleben an. Jetzt sind die Sechs- bis Zehnjährigen erstmals mit Einsatzbekleidung ausgerüstet worden.
Die Zeit der "kleinen Zivilisten" ist vorbei. Zumindest gilt dies für die jüngsten Feuerwehrleute im Halberstädter Ortsteil Emersleben. Die mussten ihre Ausbildung bei der Feuerwehr bislang in privaten Zivilsachen absolvieren. Doch die Zeit mit Jogginghosen, T-Shirts und Jeans ist vorbei: Ab sofort tragen die jüngsten Floriansjünger eine Einsatzbekleidung, die genau so aussieht wie die ihrer großen Vorbilder. Das sind die Erwachsenen, aber auch die Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die schon immer ordentlich im Feuerwehrlook eingekleidet, ihre Ausbildung absolvieren. "Aber für unsere Kleinen gibt es nichts", bedauert Ortswehrleiter Thomas Küppers. "Wenn sie mit ihren Jogginghosen antreten, dann ist das ein bunter Haufen." Umso erfreuter ist Küppers, dass Thomas Schwarz von der Allianz-Vertretung Geld bereitstellte, um auch für die Feuerwehrknirpse "richtige" Hosen und Jacken anzuschaffen. "Dank der Einsatzkleidung können sich die Kinder perfekt mit der Feuerwehr identifizieren. Das macht sie stolz."
Thomas Schwarz, Unterstützer der Kinderfeuerwehr
"Ich habe mich entschlossen, die Nachwuchsarbeit zu unterstützen, weil sie ganz wichtig ist für die freiwilligen Feuerwehren in kleineren Orten", so Schwarz. Und er nennt einen weiteren Grund: "Als im September 2010 die 2,50 Meter hohe und 20 Meter lange Tuja-Hecke meines Nachbarn lichterloh brannte, war die freiwillige Feuerwehr aus Emersleben binnen weniger Minuten vor Ort. Die Halberstädter Feuerwehr kam - bedingt durch die Anfahrt - erst rund zehn Minuten später." Gehe es um die Rettung von Menschenleben oder die Sicherung von Hab und Gut, sei jede Minute entscheidend. "Deshalb bleiben die Feuerwehren in den Ortsteilen und kleinen Orten so wichtig. Sie müssen erhalten und gefördert werden", betont Schwarz.
"Ab sofort ist nicht nur ein einheitliches Auftreten bei Ausbildung und Wettkämpfen garantiert, die Mädchen und Jungen werden ihre Feuerwehrbekleidung künftig auch bei Veranstaltungen und Umzügen tragen", ergänzt Melanie Kohlmeister. Die Kinder- und Jugendfeuerwehr-Wartin in Emersleben weiß, wie wichtig es den Steppkes ist, auch optisch zu demonstrieren, dass sie dazugehören.
"Dank der Einsatzkleidung können sich die Kinder perfekt mit der Feuerwehr identifizieren. Das macht sie garantiert noch stolzer als die Großen", unterstreicht Schwarz. Er ist überzeugt, dass bei der Feuerwehr ihr Teamgeist gefördert wird und sie trotz aller Ernsthaftigkeit immer auch Spaß an der Sache behalten. "Dort mitzumachen ist viel besser, als sich mit elektronischem Spielzeug im Kinderzimmer zu verkriechen." Ständig Nachwuchs für das Ehrenamt zu gewinnen und ihn bei der Stange zu halten, ist Thomas Küppers und Melanie Kohlmeister gleichermaßen wichtig. Sie wissen aus der Erfahrung nur zu gut, wie oft mit der Aufnahme einer Lehrausbildung oder einer auswärtigen Arbeitsstelle plötzlich wieder jemand verschwunden ist, der zuvor gut ausgebildet wurde und mit dem die Feuerwehr gerechnet hatte. "Da mit elf Jahren in die Jugendfeuerwehr gewechselt wird, brauchen wir ständig Nachwuchs. Kinder zwischen sechs und zehn Jahren sind bei uns gern gesehen", betont Melanie Kohlmeister. Wer einfach mal schauen und schnuppern möchte, könne sich ganz zwanglos an einem der Dienstnachmittage - jeweils freitags von 16 bis 17.30 Uhr - informieren. Es gibt Dienstpläne, die auch im Internetauftritt der Halberstädter Jugendfeuerwehr zu finden sind. "Dabei kann jeder erkennen, dass unsere Ausbildung eine tolle Mischung aus Sport und Spaß sowie Basteln und Lernen ist", sagt Melanie Kohlmeister. "Jeder kann erkennen, dass unsere Ausbildung eine tolle Mischung aus Sport und Spaß sowie Basteln und Lernen ist." Melanie Kohlmeister, verantwortlich für die Kinder- und Jugendfeuerwehr - Ursprünglich aus Emersleben stammend, lebt Melanie Kohlmeister jetzt in Halberstadt und ist dort Mitglied in der freiwilligen Feuerwehr. Ihrem alten Heimatort hält sie aber weiter die Treue. "Weil ich viel Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen habe, ließ ich mich in diese Funktion wählen", begründet die Feuerwehrfrau ihr Engagement. Beruflich arbeitet sie als Standesbeamtin in Wegeleben. Unterstützt wird sie bei ihrer Arbeit von der neuen Betreuerin Jennifer Wege. 

Foto: G. Eggert

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